Arbeitsschutzunterweisung – Wieso, weshalb, warum?

Für Sie als Arbeitgeber ist es außerordentlich wichtig, Ihre Mitarbeiter regelmäßig zum Thema Arbeitsschutz zu schulen. Dies dient nicht nur der Sicherheit und der Unfallprävention, sondern ist rechtlich verpflichtend, um eine sichere Arbeitsumgebung garantieren zu können. In diesem Artikel erhalten Sie einen Überblick über alle gesetzlichen Pflichten und die Inhalte, die im Zuge einer Arbeitsschutzunterweisung vermittelt werden. Des Weiteren zielt er darauf ab, ein grundlegendes Verständnis für die nicht immer geläufigen Begrifflichkeiten rund um den „Arbeitsschutz“ zu schaffen.

Rechtliche Grundlagen für eine Arbeitsschutzunterweisung 

Warum es Arbeitsschutzunterweisungen gibt und wie genau diese aussehen, ergibt sich in erster Linie aus den gesetzlichen Vorschriften. Diese regeln, wie solche Unterweisungen abgehalten werden müssen und welche Inhalte dort vermittelt werden sollen. Keine Angst, an dieser Stelle folgt jetzt kein juristischer Fachjargon, was man nur versteht, wenn man zwei Staatsexamen in der Tasche hat. Vielmehr versuchen wir, einen verständlichen Überblick über die wichtigsten Gesetze und Verordnungen zu geben. 

Das wohl bekannteste Gesetz ist das „Gesetz über die Durchführung von Maßnahmen des Arbeitsschutzes zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten bei der Arbeit“, kurz gesagt das Arbeitsschutzgesetz. Dieses Gesetz wurde verabschiedet, um die Gesundheit der Beschäftigten zu schützen und beinhaltet unter anderem Unterweisungen, Überwachungen der Maßnahmen zur Prävention von Unfällen oder auch Gefährdungsbeurteilungen. 

Darüber hinaus gibt es eine Verordnung, die für die Arbeitsschutzunterweisung von sehr großer Bedeutung ist, die sogenannte Betriebssicherheitsverordnung. Im Rahmen dieser Verordnung wird festgelegt, welche Kriterien der Arbeitgeber für die Bereitstellung der Arbeitsmittel erfüllen muss. Das Ziel ist es, bestimmte Qualitäts- und Sicherheitsstandards zu erfüllen und gleichzeitig die Arbeitnehmer angemessen zu qualifizieren und zu schulen. 

Zusätzlich zu der Betriebssicherheitsverordnung berücksichtigt die TRBS, technische Regeln für Betriebssicherheit, die neuesten technologischen Entwicklungen und die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse für die Bereitstellung und Benutzung von Arbeitsmitteln. So berücksichtigt diese unter anderem die neuesten technologischen Entwicklungen sowie die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse in Bezug auf Arbeitsmittel. 

Inhalte einer Arbeitsschutzunterweisung

Die Arbeitsschutzunterweisungen haben je nach Branche unterschiedliche Schwerpunkte. Die grundlegenden Inhalte sind jedoch ähnlich, denn sämtliche Arbeitsschutzunterweisungen verfolgen das gleiche Ziel: Es geht hauptsächlich darum, den Mitarbeitern ein Wissen zu vermitteln, welches sie dazu befähigt, in einem Notfall korrekt zu reagieren, die bestmögliche Sicherheit im Arbeitsalltag zu gewährleisten und gleichzeitig Risiken sofort zu erkennen und zu beheben. 

In jeder Arbeitsschutzunterweisung werden die Mitarbeiter darauf aufmerksam gemacht, welche Risiken ihr Arbeitsplatz aufweist und wo eventuelle Gefahren bestehen könnten. Das kann beispielsweise eine Kaffeemaschine sein, die seit Jahren in Gebrauch ist und nicht regelmäßig gewartet wird. 

Auch die Erklärung, wie sich die Mitarbeiter bei eventuellen Störungen und Unfällen zu verhalten haben wird in der Unterweisung geschult. Wichtig ist es, in Ausnahmesituationen einen kühlen Kopf zu bewahren und gemäß den festgelegten Richtlinien zu handeln, zum Beispiel welche Fluchtwege benutzt werden sollen oder welche Maschinen eventuell abgeschaltet werden müssen. 

Um Unfälle zu vermeiden gibt es diverse präventive Maßnahmen, die ebenfalls im Zentrum fast jeder Unterweisung im Arbeitsschutz stehen. Arbeitsschutz Schulungsinhalte können in diesem Themenfeld zum Beispiel das Tragen von Schutzkleidung, das ordnungsgemäße Verwenden von Werkzeug sowie das Sprechen über sichere Arbeitsweisen sein. 

Um das Ganze etwas aufzulockern, ist die Unterweisung interaktiv gestaltet. Es sind nicht nur theoretische Belehrungen, sondern auch praxisorientierte Übungen zum richtigen Verhalten im Alltag Teil der Unterweisung. 

Für welche Branchen sind Arbeitsschutzunterweisungen besonders wichtig? 

Die deutsche Wirtschaft zeichnet sich durch eine sehr hohe Diversität aus. Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Branchen, die alle einen unterschiedlich riskanten Arbeitsalltag aufweisen. Wird beispielsweise mit Chemikalien gearbeitet, wie bei BASF, ist das Risiko eines Unfalls deutlich höher, als in anderen Wirtschaftszweigen. Das heißt, der Bedarf an Arbeitsschutzunterweisungen ist je nach Branche unterschiedlich. Zur ersten Branchengruppe mit einem hohen Risiko zählen Häfen, Windkraft und Baustellen. All diese Arbeitsplätze haben gemeinsam, dass oftmals Arbeiten in großer Höhe anfallen. Aus diesem Grund ist für Arbeiter das ordnungsgemäße Bedienen von Leitern, Sicherungsgurten und Anlegeleitern elementar wichtig. Ein einziger Fehler kann teilweise fatale Konsequenzen haben, weshalb die Arbeitsschutzunterweisung in dieser Branche sich insbesondere auf den Schwerpunkt „Arbeiten in großer Höhe“ konzentrieren muss. Wie so eine Unterweisung aussehen könnte? Schauen Sie hier: Arbeit auf hoch- und tiefgelegenen Arbeitsplätzen

Eine weitere Branche mit sehr hohem Risiko ist die Chemie- bzw. die Bio-Industrie. Das Arbeiten mit teilweise giftigen oder brennbaren Materialien erfordert von allen Beteiligten die höchstmögliche Vorsicht. Schnell kann es zu Verletzungen kommen, falls die Chemikalien nicht ordnungsgemäß verwendet werden. Wichtig für die Arbeitsschutzunterweisung ist in diesem Falle, dass die Beteiligten zum einen über die Gefahren der einzelnen Chemikalien, zum anderen über die richtige Reaktion bei einem Unfall aufgeklärt werden. Eine schnelle und erfolgreiche Erstbehandlung ist beim Umgang mit solchen Chemikalien besonders wichtig, um schwerwiegende gesundheitliche Folgen vermeiden zu können. Die passende Unterweisung finden Sie hier:  Biologische Arbeitsstoffe Schutzstufe 1

Ein besonders hohes Risiko weist die Elektrotechnik-Branche auf. Der Umgang mit Strom kann schnell zu Unfällen führen, da es nur schwer möglich ist, Strom zu kontrollieren. Schon der kleinste Fehler kann schwerwiegende Folgen haben. Ihre Mitarbeiter sollten deshalb genaustens über die Gefahren und den richtigen Umgang mit elektronischen Arbeitsmitteln informiert sein. Auch zu diesem Thema können Sie sich einen kleinen Einblick verschaffen: Elektrotechnik

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Arbeiten auf hoch- und tief gelegenen Arbeitsplätzen

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